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Die Bisutun

Die Behistun-Inschrift hat ihren Namen vom Ort Bisutun , der rund 30 Kilometer östlich von Kermanschah im Iran liegt. Die Inschrift wurde 2006 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
In einem Felsmassiv in großer Höhe ließ der Achämenidenkönig Dareios I. die Abbildungen der Könige vor gefesselten Gefangenen einmeißeln. Über der Darstellung schwebt Faravahar, das Symbol des Zoroastrismus (einige Gelehrte glauben hingegen, der „Flügelmann“ symbolisiere den „Glückglanz“ des Königs). Dazu ließ Dareios eine dreisprachige Tafel, in den Sprachen Altpersisch, Elamisch und Babylonisch anbringen. Die Trilingue wurde ab 1835 erstmals von Henry Creswicke Rawlinson vollständig kopiert und 1847/47 veröffentlicht. Was der Stein von Rosette für die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen bedeutet, war die dreisprachige Behistun-Inschrift für die assyrische Keilschrift. Damit konnten die letzten offenen Fragen bei der Entzifferung der Keilschrift gelöst werden.Der Text beschreibt Dareios‘ Version seines Aufstieges: Als Verwandter seiner Vorgänger Kyros II. und Kambyses II. habe er sich gegen den Mager Gaumata, der sich als Bruder des Kambyses ausgegeben habe, erhoben; nach dem Mord an Gaumata sei er selbst zum neuen Großkönig geworden und habe sich in der Folgezeit gegen eine Reihe von „Lügenkönigen“ durchgesetzt.

 

 

Die Inschrift dient offenkundig der Legitimation des neuen Herrschers, der möglicherweise ein Usurpator gewesen war.Nach eigener Angabe ließ Dareios I. die altpersische Keilschrift, in der der Tatenbericht unter anderem verfasst ist, eigens für diese Inschrift entwickeln. Akzeptiert man diese Angabe – und die meisten Gelehrten sehen keinen Anlass, sie zu bezweifeln −, so lieferte Dareios damit unabsichtlich quasi selbst den Beweis dafür, dass er kein Anrecht auf den Thron hatte: Die einzige Inschrift, in der sich Kyros II., der Reichsgründer, mit dem Dareios verwandt zu sein behauptete, selbst als „Achämenide“bezeichnete, stammt aus Pasargadai und ist in altpersischer Keilschrift abgefasst: Wurde diese erst unter Dareios erfunden, so liegt auf der Hand, dass die vermeintliche Kyros-Inschrift eine Fälschung ist, die höchstwahrscheinlich im Auftrag des Dareios angefertigt wurde, um Kyros künstlich zu einem Mitglied seiner eigenen Familie, den Achämeniden, zu machen. Trifft dies zu, so war Dareios letztlich ein Usurpator, der seine Herrschaft nachträglich zu legitimieren suchte.Fragmente einer aramäischen Abschrift der Behistun-Inschrift wurden unter den aramäischen Papyri auf der Insel Elephantine (Ägypten) gefunden, wo eine jüdische Militärkolonie im 5. Jahrhundert v. Chr. im Dienste der Achämeniden stand.Darüber hinaus wurden Fragmente einer Stele mit der babylonischen Version der Behistun-Inschrift in der Hauptburg (Kasr) von Babylon gefunden.

 

Die Bisutun

Die Behistun-Inschrift hat ihren Namen vom Ort Bisutun , der rund 30 Kilometer östlich von Kermanschah im Iran liegt. Die Inschrift wurde 2006 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
In einem Felsmassiv in großer Höhe ließ der Achämenidenkönig Dareios I. die Abbildungen der Könige vor gefesselten Gefangenen einmeißeln. Über der Darstellung schwebt Faravahar, das Symbol des Zoroastrismus (einige Gelehrte glauben hingegen, der „Flügelmann“ symbolisiere den „Glückglanz“ des Königs). Dazu ließ Dareios eine dreisprachige Tafel, in den Sprachen Altpersisch, Elamisch und Babylonisch anbringen. Die Trilingue wurde ab 1835 erstmals von Henry Creswicke Rawlinson vollständig kopiert und 1847/47 veröffentlicht. Was der Stein von Rosette für die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen bedeutet, war die dreisprachige Behistun-Inschrift für die assyrische Keilschrift. Damit konnten die letzten offenen Fragen bei der Entzifferung der Keilschrift gelöst werden.Der Text beschreibt Dareios‘ Version seines Aufstieges: Als Verwandter seiner Vorgänger Kyros II. und Kambyses II. habe er sich gegen den Mager Gaumata, der sich als Bruder des Kambyses ausgegeben habe, erhoben; nach dem Mord an Gaumata sei er selbst zum neuen Großkönig geworden und habe sich in der Folgezeit gegen eine Reihe von „Lügenkönigen“ durchgesetzt.

 

 

Die Inschrift dient offenkundig der Legitimation des neuen Herrschers, der möglicherweise ein Usurpator gewesen war.Nach eigener Angabe ließ Dareios I. die altpersische Keilschrift, in der der Tatenbericht unter anderem verfasst ist, eigens für diese Inschrift entwickeln. Akzeptiert man diese Angabe – und die meisten Gelehrten sehen keinen Anlass, sie zu bezweifeln −, so lieferte Dareios damit unabsichtlich quasi selbst den Beweis dafür, dass er kein Anrecht auf den Thron hatte: Die einzige Inschrift, in der sich Kyros II., der Reichsgründer, mit dem Dareios verwandt zu sein behauptete, selbst als „Achämenide“bezeichnete, stammt aus Pasargadai und ist in altpersischer Keilschrift abgefasst: Wurde diese erst unter Dareios erfunden, so liegt auf der Hand, dass die vermeintliche Kyros-Inschrift eine Fälschung ist, die höchstwahrscheinlich im Auftrag des Dareios angefertigt wurde, um Kyros künstlich zu einem Mitglied seiner eigenen Familie, den Achämeniden, zu machen. Trifft dies zu, so war Dareios letztlich ein Usurpator, der seine Herrschaft nachträglich zu legitimieren suchte.Fragmente einer aramäischen Abschrift der Behistun-Inschrift wurden unter den aramäischen Papyri auf der Insel Elephantine (Ägypten) gefunden, wo eine jüdische Militärkolonie im 5. Jahrhundert v. Chr. im Dienste der Achämeniden stand.Darüber hinaus wurden Fragmente einer Stele mit der babylonischen Version der Behistun-Inschrift in der Hauptburg (Kasr) von Babylon gefunden.

 

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